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Donnerstag, 29. April 2010

Kölle Alaaf

Die Doktor Werner Lambert YouTube embedded Links Doublepost per Day Woche, Donnerstag, Post I:



via hell-of-a-doc.

Mittwoch, 3. März 2010

Blumiges Paubäckchen

...Heute geht es im Radialsystem um eine Hommage an die "Deutsche Sprache in der Welt", ein Thema, zu dem der Minister was zu sagen hat, und das wirklich nicht nur, weil das Auswärtige Amt sich um das "Jahr der Deutschen Sprache" bemüht. "Deutsch kann sehr blumig sein", erläutert Westerwelle und nennt Beispiele. "Alpenglühen" etwa und "Abendrot". Das Wortpaar "Spätrömische Dekadenz" erwähnt er auch hier nicht, wohl aber das es nicht nur darauf ankomme, was man sage, sondern wie man es sage. Manchmal will man etwas verdeutlichen, manchmal verschleiern. "Das nennt man dann Duktus" erklärt Westerwelle. Er muss grinsen dabei. So sehr, dass im Publikum einige glaube, jeden Moment werde der Minister hemmungslos losprusten...

via SZ vom 27./28. Februar.

Sonntag, 10. Januar 2010

Unsichtbare traurige Menschen, frische Körper und automatische Klaviere

SZ: Wie oft gehen Sie noch aus?

Eden: Wenn's geht, jeden Tag. Ich mag das frühe Aufstehen nicht. Die ganzen armen Menschen, die arbeiten müssen, die will ich nicht sehen. Die sind traurig. Und: Der Verkehr ist viel ruhiger nachts.

SZ: Sie haben sich beschwert, dass Sie mit ihrem Rolls-Royce durch Berlin fahren und dann kommen Arbeitslose und...

Eden: ...fahren auf der Busspur an mir vorbei! Eine Frechheit ist das!

SZ: Wie alt sind die Frauen, die Sie treffen?

Eden: 30. Wenn die Freundinnen 30 werden, dann überlege ich immer: Wie werd ich die wieder los. Ich liebe einfach junge, frische Körper. Brischiit ist auch schon 28... aber die ist so toll.

SZ: Wie viele Frauen haben mit Ihnen nur wegen des Geldes geschlafen?

Eden: Ich bezahle keine Frauen. Ich bin Jäger, ich möchte die Frau erlegen.

[...]

Im Fernsehen fragt man mich auch immer sowas, zum Beispiel, ob man Nutten braucht oder nicht.

SZ: Und?

Eden: Natürlich! Die sind wichtig, die gab es schon in der Bibel.

SZ: Wir dachten, Sie zahlen nicht für Sex?

Eden: Mit Nutten ist das was anderes.

SZ: Wie läuft das so ab, wenn Sie eine Frau mit nach Hause nehmen?

Eden: Die Dame sitzt hier, trinkt Champagner und ich gieße ihr immer nach, damit sie in Stimmung kommt. Oft tu ich noch Wodka in den Champagner. Dann gehe ich nach hinten ans Klavier und spiele. Nach einer Zeit drücke ich auf einen Knopf am Klavier und das Gerät wiederholt automatisch, was ich gespielt habe. Die Frau denkt, sie sei in Sicherheit, weil ich am Klavier sein müsste, aber dann komme ich. Ha! (lacht) Dieser Trick hat so oft funktioniert. (Zur Redakteurin) Soll ich Ihnen was spielen?

SZ: Heißen alle Ihre Frauen Cherie?

Eden: Früher Schnucki, heute Cherie, das ist eleganter. Und ich komme mit den Namen nicht durcheinander.

SZ: Für Sie müssen Frauen immer schön sein. Müssen Männer das nicht sein?

Eden: Nein. Nur Frauen. Ich gehe da immer auf das Äußerliche. Ich habe ja keine Ahnung, wie eine Frau innen ist. Wichtig ist, dass sie schön ist. Wenn es innerlich noch passt, ist das gut. Aber das ist wie bei einem Auto: Außen ist viel wichtiger.

SZ: Haben Sie gute Freunde?

Eden: Das Wort kenne ich nicht. Ich rede mit vielen, über Immobilien, Aktien, Gastronomie, aber ich habe keine Freunde. Ich brauche auch keine. Ich gehe nie zu Beerdigungen. Ich besuche nie jemanden im Krankenhaus.

Montag, 28. September 2009

Handkäs mit Musik

Frage: Hätten Sie Angela Merkel in Ihre WG genommen?

Steinmeier: Naja, das im Kollektiv durch zu bekommen, wäre nicht einfach gewesen…

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Frage: Henning Scherf war Bürgermeister von Bremen und lebt noch heute in einer WG. Er sagt: "Das wichtigste in einer WG ist, aufzuschreiben, wer angerufen hat."

Steinmeier: Das hat bei uns funktioniert. Überhaupt, wenn es in einer Wohngemeinschaft menschlich funktioniert, dann funktioniert auch das Putzen und das Abwaschen. Wenn's knistert, stockt es auch da. Wir haben es dann immer mit einem Putzplan versucht. Und wir hatten vor der Küche ein Plakat. Frage: Das zeigte einen russischen Komsomolzen mit dem Spruch: "Auch du, Genosse, hältst die Küche sauber!"

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Frage: In der Kanzler-WG gab es Chips und viel Dosenbier von der Tankstelle. Gerhard Schröder ist nach drei Monaten sogar ausgezogen mit der Begründung, dass er im Gegensatz zu seinen Mitbewohnern am nächsten Morgen ins Fernsehen müsse. Offenbar wurde es ihm zu bunt. Was hat man in der Zigarrenfabrik-WG getrunken?

Steinmeier: Später, als es uns wirtschaftlich schon etwas besser ging, Licher-Bier. In den Anfangsjahren eher Lübzer Pils. Da war damals das Pfand teurer als das Bier.

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Frage: Haben Sie sich früher häufig am WG-Küchentisch ausgesprochen?

Steinmeier: Das war eine viel emotionalere Zeit. Das ist heute überhaupt nicht mehr vorstellbar. Wir haben damals sogar "Männerselbsterfahrungsgruppe" gemacht.

Frage: Wie geht das?

Steinmeier: Gespräche, Treffen, Fahrten, am Wochenende zum Beispiel mal an den Großwettersee Schleswig-Holstein. Da waren wir ewig unterwegs.

Frage: Aber was macht man da?

Steinmeier: Naja, Selbsterfahrung eben. (grinst)

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Frage: Abgesehen vom Bierflaschenöffnen: Was haben Sie in der WG-Zeit gelernt?

Steinmeier: Kochen. Wir haben jeden Tag gekocht, und ob man zu Hause war, richtete man danach ein, wer kochte.

Frage: Was denn so? Handkäse mit ...

Steinmeier: Mein Spezialgericht waren grüne Nudeln mit Spinat. Müssen Sie mal probieren. Geht schnell, grüne Nudeln, Spinat rein, bisschen Sahne und viel Knoblauch. Schmeckt sehr gut, wenn man richtig Hunger hat.

Frage: Ist auch nicht teuer.

Steinmeier: Und macht satt!


dank an den schan.